„Ich habe oft das Gefühl, dass Stefan Domino Day spielt.
Nicht laut. Nicht dramatisch. Sondern er tippt einen einzigen Stein an – und dann beginnt etwas, das man vorher nicht überblicken kann.
*Bei mir war genau das der Fall.
Ich wusste damals noch nicht, dass etwas grundsätzlich nicht stimmt. Ich war noch nicht an dem Punkt zu sagen: ›Ich bin wichtig.‹
Es war eher eine einzige, leise Frage, die plötzlich da war:
›Warum sagt er eigentlich, dass wir selbst wichtig sind?‹
Diese Frage war der erste Dominostein.*
Ich habe angefangen, mich damit zu beschäftigen. Es war kein Knall, sondern ein schleichender Prozess. Nach und nach wurde mir klar: In meinem Leben – vor allem zu Hause – läuft sehr viel falsch. Und ich schaffe das nicht allein.
Ich habe mir Hilfe geholt. Ich bin durch sehr schwere Zeiten gegangen. Aber genau dadurch konnte ich einen entscheidenden Schritt gehen: mich zu lösen.
Heute lebe ich ein völlig anderes Leben. Ein Leben, in dem ich Unterstützung erfahre, in dem ich gesehen werde und in dem Fürsorge selbstverständlich ist. Dinge, die ich früher nicht einmal für möglich gehalten hätte.
*Rückblickend sehe ich es ganz klar:
Stefan hat nicht mein Leben für mich verändert.
Er hat den ersten Dominostein angestoßen.
Und alles, was danach kam, konnte überhaupt erst ins Rollen kommen.“ LG Ines